Samstag, 12. Juni 2010

Cat Down Under - Teil 1

Da es ja doch ein paar gibt, die gerne was über mein Work and Travel Jahr lesen möchten, werde ich mal damit anfangen, aber nicht mit der Reise sondern mit dem, was davor kam.
Viele meiner Bekannte haben mich gefragt, warum ich das mache, wieso Australien und wieso Work and Travel, wenn man doch auch nur traveln kann.

Tjaaa...nach Australien wollte ich schon seitdem ich 16 bin. Nicht, weil ich das Great Barrier Reef oder den Ayers Rock sehen wollte, sondern The Vines. Eine Band. Jaha! Meine Lieblingsband. Und da diese keine Deutschlandtouren mehr machen können, weil der Sänger erkrankt ist und ich das London Konzert um ein paar Tage verpasst hatte, musste ich halt nach Australien.
Über Jahre sammelten sich Reiseführer bei mir an, ich schaute Filme, die dort spielten und fand immer mehr Gefallen an diesem Land. Ich wollte am Hafen von Sydney stehen und gleichzeitig auf Opera und Harbour Bridge blicken, wollte Känguruhs im Outback an mir vorbeihüpfen sehen und beim Sonnenaufgang vorm Ayers Rock stehen. Dann kam irgendwann das Abitur und die Zeit danach. Auf keinen Fall wollte ich direkt danach studieren, also musste was anderes her. Kinder mag ich nicht, weswegen ich das Au-Pair Leben auch von vornherein ausgeschlossen habe. Blieb also nur noch Work and Travel. 
Eine ehemalige Klassenkameradin hatte mir davon erzählt und ich dachte "ohooo. Nach australien gehen, dort arbeiten und von dem Geld reisen! Klingt gut und auch einfach!" Also tat ich das einfach mal. Mit mir wollten noch 2 weitere Freunde mitkommen, wovon eine aber im letzten Moment abgesprungen ist. 


Während wir alles planten, hatte ich Kontakt zu der Klassenkameradin, die zu der Zeit gerade in Australien war und riet mir dazu auf keinen Fall mit Organisation zu fliegen, da die einen kaum weiterhelfen können. Und der Preisunterschied mit und ohne Organisation betrug meist 300-500€. 
Also wurde der Flug alleine gebucht (Bremen - Frankfurt - Singapur - Sydney und zurück Perth - Hong Kong - London - Hamburg) jeweils mit 4 Tagen Aufenthalt in Singapur und Hong Kong. Die ersten Hostels wurden angeschaut und ebenfalls gebucht und ganz wichtig: das Visum beantragt und Reisepass erstellen lassen. 


Während der ganzen Abipartys wurde natürlich jeder gefragt, was er denn jetzt macht und als ich mit "ich geh nach Australien. Work and Travel" antwortete, kam immer "das ist ja mutig. Hast du keine Angst?" Angst? Wieso, warum, weshalb? Dass ich ein Jahr auf mich allein gestellt war, in einem Land, wo eine zwar mir bekannte, aber dennoch fremde Sprache gesprochen wurde und mich um alles selbst kümmern musste: Arbeit, Wohnung, Essen, Reisen und der ganze Behördenkram, blabla, realisierte ich da noch gar nicht und dachte nur "woah cool. Australien!" und fertig.


Ende August 2008 gab es am Bremer Flughafen dann noch eine große Abschiedsszene, ich ließ meine heulenden Freunde zurück und schritt durch die Glastür Richtung Gate.


Abenteuer Australien konnte also beginnen.

Kommentare:

  1. Toll, davon will ich mehr erfahren! Ich bin gespannt wie es weiter geht. Ich find's trotzdem "mutig" Denn so ganz auf sich gestellt..... Im nachhinein bin ich traurig, dass ich sowas nach'm Abi nicht gemacht habe. Jetzt ist es zu spät. Naja, dann mach ich halt nur "travel" ;-) Übrigens

    "Kinder mag ich nicht, weswegen ich das Au-Pair Leben auch von vornherein ausgeschlossen habe."

    Da stimm ich dir zu ;-)

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  2. aaaah voll interessant, denn ich für mich kommt auch eher kein au-pair ja in frage (kleine kinder sind nix für mich), ich will aber auf nach dem Abi vielleicht ein Auslandsjahr machen...
    bin echt gespannt auf deine weiteren Berichte!!!

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  3. Ohja darüber will ich auch unbedingt mehr lesen!

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  4. Ui das interessiert mich auch sehr ;)
    Außerdem liebe ich deinen Schreibstil!
    Übrigens hab ich dich getagged..würd mich freuen,wenn du mitmachst =)

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  5. Bitte mehr davon! Es macht mir unglaublich viel Spaß deine Berichte zu lesen! Es wäre toll auch mal so etwas Spanndendes zu erleben *träum*

    Ein schönes Wochenende noch!

    LG Cupcake

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