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Dienstag, 28. Juni 2011

Oh oh oh! Da isser! DA ISSER! [Hurricane Rückblick 3]

Auch diese Nacht konnte ich erstaunlich gut schlafen und bin erst wach geworden, nachdem man mich geweckt hatte. Schließlich wollte ich duschen (es befanden sich ca. 3 Ampullen Glitzer auf meinem Kopf) und dafür sollte man schon vor 9Uhr gehen, weil es sonst zu voll wird.

Auch die Pudel wollten gewaschen und mit was anderem als Sangria gefüllt werden. Es ist wirklich witzig wie Leute reagieren, wenn man mit etwas anderem als einem Wasserkanister oder einer Flasche an die Wasserstation kommt xD
Unterwegs trafen wir dann auf einen anderen Hund. Elfi. Halb Labrador halb Käse. Mit 18 Jahren aus dem Kinderheim gekauft und inzwischen, 20 Jahre später, total verstört. Sie trug Handschuhe als Ohren und hatte sogar eine putzige, kleine Schleife auf ihrem Bierkopf kleben. Leider hatte Elfi Angst vor Le Potter und Peter Pan und der Besitzer beschimpfte unsere Pudel als arrogant. Elfi hat im Gegensatz zu unseren Pudeln nur Bier getrunken. Leider vertrug sie es nicht und musste ständig kotzen. Das arme Ding.
Elfis Besitzer schleimten sich noch ein wenig bei Peter Pan ein, bewunderten seine Glitzersteinchen, betrachteten seinen Bart, sprachen französisch mit ihm und verpassten ihm noch eine ordentliche Streicheleinheit und danach ging es weiter.
Wir trafen noch auf die Blumen vom Freitag, die den Sangria scheinbar nicht vertragen hatten und eingegangen sind. 


Kotztierchen im Einsatz

 
Kaum im Camp angekommen, mussten die Sachen schon wieder gepackt werden, eine Freundin uuunbedingt zu Wakey! Wakey! Wollte. „Das ist der Bartender aus One Tree Hill!“ One Tree Hill...hatte ich gesehen, zwar nur bis Staffel 5 aber trotzdem. Okay. Also bin ich mit hin. Und der große Rest auch. Kaum im Zelt angekommen, hat es angefangen zu regnen und wir waren froh, dass wir genau dort waren und nicht auf dem Zeltplatz, vor irgendeiner anderen Bühne oder zu Hause, denn das Konzert war gut. Ich kannte die Band nicht, aber ich mochte sie. Nach dem Konzert verteilte die Band persönlich ihre Merchandise Artikel neben der Bühne, wo 3 von uns (ich nicht) hingerannt sind um sich Autogramme zu holen und danach den ganzen Tag völlig aufgedreht waren.




Wir blieben auf dem Festivalgelände, weil wir noch The Vaccines, British Sea Power und Friendly Fires sehen wollten.
The Vaccines sind ausgefallen, British Sea Power wurden zum größten Teil von hinten gesehen und Friendly Fires waren doch nicht so gut, wie erhofft.
Im Camp wurde der Sangriastand wieder aufgefüllt und auf die anderen gewartet. In einer großen Gruppe ging es weiter zu Two Door Cinema Club. Letztes Jahr noch im Zelt vor recht wenig Publikum und dieses Jahr auf der blauen Bühne vor viel Publikum. Wir wollten weit nach vorne, kamen aber nicht mehr in den ersten Block, oder waren zu faul um uns anzustellen, weswegen es vor den ersten Wellenbrecher ging.
Dort wurde es immer voller, nerviger und stickiger. Wir hatten eigentlich vor bei der Band zu tanzen, aber da vorne sah es eher nach „ich kann mich nicht bewegen, muss mich bücken, weil der neben mir seine Arme hochreißt und muss nach den anderen Ausschau halten“ aus als die Musik zu genießen, weswegen 4 von uns beschlossen weiter nach hinten zu gehen. Dort war der Sound leider nicht mehr so gut und wir verstanden kaum, was der Sänger sang. Trotzdem war das Konzert gut. Der Rest vorne hatte sich übrigens nach 5min. verloren. Eine musste sich rausziehen lassen, eine andere ging verloren und bereut nicht mit uns nach hinten gegangen zu sein. Naja.



Weil noch etwas Zeit blieb, sind wir schnell zu My Chemical Romance rübergerannt, konnten die hässlichen, neuen Haare des Sängers betrachten und spackten zu Helena ab. Danach versammelten wir uns erneut an einem Treffpunkt, wo wir unglücklicherweise am roten Zelt vorbei kamen, wo wieder die Info auf der Leinwand stand, dass keiner mehr reinkommt und auch die Schlange sah mächtig lang aus. Ich schob schon mächtig Panik wegen Bright Eyes, weil ich die Katastrophe mit Sum41 noch im Hinterkopf hatte. Ich hätte geweint, wenn ich es nicht ins Zelt zu Bright Eyes geschafft hätte. Eine Mitcamperin auch. Ein weiterer wollte eigentlich auch unbedingt mitkommen, entschloss sich aber für Kaffee und Kasabian und für „wir kommen da eh nicht mehr rein!“.
Also teilten wir uns auf. Zu zweit stellten wir uns für Bright Eyes an, total deprimiert, weil wir dafür Kasabian verpassten.
Vor dem Zelt quatschen wir alle möglichen Leute an und fragten für wen sie anstellen würden. Die meisten antworteten mit „Bright Eyes“. Unsere Hoffnung noch ins Zelt zu kommen schwand irgendwie, aber dann war das Lykke Li Konzert vorbei und alle stürmten raus und wir rein. 

 muahahahaha

Ja, wir waren tatsächlich im Zelt. Wir waren vorne. Wir saßen auf dem Boden und nichts konnte uns davon abhalten in nur 3 (!!!) Stunden Bright Eyes zu sehen. Davor mussten wir aber noch I Am Kloot ertragen, die leider gar nicht unser Geschmack waren. Es war eine tolle Liveshow, aber musikalisch nun mal gar nicht mein Fall, schon gar nicht, wenn draußen eine Band wie Kasabian spielt und die Füße inzwischen unerträglich weh taten.
Aber egal. Nach I Am Kloot standen wir in der 4. Reihe und konnten ganz bald Conor Oberst ganz aus der Nähe sehen. Dass dort Leute direkt von der 1.Reihe Kasabian noch ins Zelt kamen, wollten wir gar nicht wissen.

Und dann war es soweit. Die Band betrat die Bühne. Es war dunkel. Kein Conor Oberst zu sehen. Die Menge war ruhig und dann. Ja dann … etwas kleines, schmächtiges mit dürren Beinchen und einem viel zu großen Cape betrat, vielmehr hüpfte, auf die Bühne. Die Kapuze verdeckte sein Gesicht, doch die dunklen Haare waren trotzdem zu erkennen und es war unverwechselbar Conor Oberst. Die Menge schrie. Ich schrie mit. Hach darauf hatte ich jahrelang gewartet.
Die Band eröffnete mit „Gold Mine Gutted“, worüber ich etwas enttäuscht war. Ich hatte mir was anderes erhofft. Die Enttäuschung war aber schnell verflogen weil … woah … Conor Oberst schwebte zu seinem Keyboard und spielte die ersten, unverwechselbaren Töne von Lover I Don't Have To Love. Mein Lieblingslied seit 7 Jahren. Darauf hatte ich so sehr gehofft und hatte Angst, dass ich dies nicht zu hören bekommen würde. Schon beim Konzert der Vines blieb mein Lieblingslied aus aber jetzt durfte ich es tatsächlich hören. Es ging viel zu schnell vorbei, aber es war toll. Ich hatte Gänsehaut und bekam das Grinsen gar nicht mehr aus meinem Gesicht. Das war sogar besser als The Vines in Sydney live zu sehen.

<3

Viele meiner Freunde mögen Bright Eyes nicht. „Seine Stimme bricht zwischendurch immer weg!“ „viel zu langsam. Da schläfste ja bei ein“ „Wie soll das bloß live sein? Bestimmt voll langweilig“ aber pff...das Konzert war genial. Conor Oberst war gar nicht lahm. Er sprang herum, machte Scherze und war mindestens genauso unterhaltsam wie ein Howlin Pelle Almqvist (The Hives). Sogar die Mitglieder von Warpaint standen auf der Bühne spielten Tambourin oder tanzten im Hintergrund.
Ich hatte mir zwischendurch gewünscht, dass die Band etwas mehr in den Hintergrund tritt und Conor Oberst nur mit einer Akkustik Gitarre die Bühne betritt und uns etwas schönes vorsingt und dann … dann wurde das Licht gedämmt, ihm eine Akkustik Gitarre um den Hals gehängt und er begann Poison Oak zu singen. Hach <3 Es war wirklich viel zu schön. Und an dieser Stelle nochmal viele Grüße an die Idioten im hinteren Bereich des Zeltes, die meinten irgendwelche Asi-Lieder anzustimmen. Ich hasse euch!
Beim letzten Lied sprang Conor Oberst sogar von der Bühne und hat sich von den Leuten in der ersten Reihe umarmen lassen. Man, was hätte ich gerne in der ersten Reihe gestanden.

Aufgedreht, verzückt und glücklich gingen wir zum Zelt zurück. Meine Bekannte verabschiedete sich kurz vorm Lager, um in ein anderes Camp zu gehen und ich stürzte mich auf meine Freunde im Camp um ihnen aufgeregt vom tollsten Konzert überhaupt zu erzählen.

Samstag, 25. Juni 2011

Seid ihr nicht die mit den Pudeln? [Hurricane Rückblick 2]

Der zweite Tag fing schonmal besser an. Ich hatte bis 8Uhr durchgeschlafen, bin nachts nicht zitternd eingeschlafen und mittendrin auch nicht aufgewacht, weil die Luftmatratze auf einmal platt war. Irgendwann gegen 5Uhr fingen die Nachbarn an Musik zu hören und ich konnte eine Freundin hören, die „könnt ihr das leiser machen?!“ schrie, aber ich habe wunderbar geschlafen. Normalerweise gehe ich jeden Morgen duschen. Ja, ich gehöre zu den Leuten, die auf Festivals duscht, aber meine Haare sind in der Nacht gut durchgetrocknet, waren nicht fettig und befanden sich eh den ganzen Tag in einem Dutt, weswegen es dieses Mal nicht nötig war. Zumindest noch nicht am Freitag.
Es gab Frühstück (ganz traditionell Milchbrötchen, Mini Salami und Müsliriegel) und sogar Eiscafé.
Das erste Bier gibt es immer gegen 10Uhr. Mit Sangria wird gegen 12Uhr angefangen. Wir saßen uns also zu den anderen unters Pavillon und konnten beobachten, wie einer noch lebendig etwas von der gestrigen Nacht erzählte und im nächsten Moment eingeschlafen war. Eine nutzte die Gelegenheit, malte ihn an und band ihn mit Panzertape am Stuhl fest. Hört sich wahnsinnig fies an, war es auch, aber als ich dann erfahren hab, dass er derjenige war, der die Nacht davor IN ein Zelt, nicht nur dagegen, gepisst hat, war mein Mitleid schnell verflogen.

Am Freitag kam auch endlich Peter Pan, der pinke Party Pudel zum Einsatz. Er wurde mit Sangria gefüllt und innerhalb kürzester Zeit waren 3 Packungen leer, weil jeder aus ihm trinken oder an seinem Maul nuckeln wollte (ekelhaft wie viele das getan haben xD).

 "kann ich noch nen Schluck aus Peter Pan haben?"


Mit der Freundin, die den anderen Pudel besitzt, bin ich losgezogen und über den Zeltplatz gewandert. Damit uns keiner erkennt, haben wir die Balkenbrillen aufgesetzt und konnten uns, zum Glück, ganz peinlich benehmen.
Wer mir bei Twitter folgt, weiß, dass ich wahnsinnige Angst hatte, dass mein Pudel geklaut wird. Einige haben mich dafür ausgelacht und meinten, dass das niemals passieren wird. Vor allem nicht nachdem ich die Glitzersteinchen aufgeklebt hatte. Aber pff...es gab mehr als nur einen Versuch mir den Pudel wegzunehmen, weil ihn ALLE toll fanden. Alle wollten Peter Pan streicheln, haben ihn bewundert und wollten aus ihm trinken. Jeder wollte wissen, wo man sowas kaufen kann. Ich sollte sogar Bestellungen entgegen nehmen, damit in Zukunft jeder mit so einem Pudel herumlaufen kann.
Ein Lager schien sogar gewusst zu haben, dass wir mit Pudelgießkannen ankommen und hat extra ein Blumenbeet angelegt, nur damit WIR es gießen konnten. Hach

 ja...die Chips stammen auch von uns. Kommt davon, wenn man engagiert Blumen gießen will und die Pringles Packung auflässt

Als wir zum Camp zurückkehrten, mussten wir erstmal eine kleine Pause einlegen und konnten die unfassbare Freizügigkeit eines Mitcampers erleben. Ich hoffe wirklich für ihn, dass er sich an nichts erinnern kann oder dass er die ganzen Fotos nie zu Gesicht bekommt.
Da Freitag war, mussten wir natürlich auch Bands anschauen. Eigentlich wollten wir uns mit anderen Leuten treffen um Portugal.The Man zu sehen. Hat aber irgendwie nicht geklappt, da wir kaum noch in der Lage waren die Uhr richtig zu lesen. Nach einer Pizza auf dem Festivalgelände und Belagerung von Fans „seid ihr nicht die mit den Pudeln? Können wir Fotos machen?“ ging es wieder zurück, um mit den anderen anschließend zu Jimmy Eat World zu gehen. Mir lag der Sangria immernoch schwer im Magen, die Band fand ich irgendwie immernoch nicht so toll und 2 meiner Freunde waren inzwischen unerträglich besoffen, so dass sie die ganze Zeit rumnervten „mach doch mal was! Steh da nicht so rum! Lach doch mal!“
Leute, wenn ihr den „nervig-betrunken“-Status erreicht habt und andere Freunde von euch noch oder wieder nüchtern sind, dann hört auf sie andauernd anzuquatschen oder zu gucken, ob sie genauso gut drauf sind, wie ihr selbst. Das nervt. Wirklich! Es bringt dann auch nichts alle 5min. zu fragen, ob man angepisst oder genervt ist, vor allem nicht, nachdem man bereits 10mal gesagt hat, dass man einfach nur dort stehen will und die Band gucken will, ohne sich zum 5.mal die gleiche Story anzuhören. 


Danach verabschiedete sich die Besoffenste von allen um schlafen zu gehen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie erleichtert wir alle waren.
Der Rest ging Portishead gucken, fand sie unglaublich scheiße und wartete auf Arcade Fire. Ich mag Arcade Fire wirklich gerne, konnte es aber kaum genießen, weil vor meinen Augen eine Völkerwanderung stattfand, die alle scheinbar nur ein Ziel hatte: das rote Zelt. Dort, wo Sum41 spielen sollte, die ich unbedingt sehen wollte.
Es war verabredet, dass wir uns um 23.15Uhr an einem Treffpunkt einfinden sollten, falls wir uns in der Zeit verlieren, was der Fall war. Eine war da, die andere blieb verschollen. Zu zweit liefen wir also zum Zelt, trafen auf tausende von Leuten, die draußen standen und lasen entsetzt den Hinweis auf der Leinwand, dass keiner mehr reinkam. Wir wussten vorher schon, dass wir mindestens eine Stunde vorher da sein sollten, um noch reinzukommen, wollten aber nicht Arcade Fire verpassen. 45Min wurde gewartet, weil dort nämlich die Band anfangen sollte und natürlich kam auch in der Zeit niemand mehr ins Zelt. Aber draußen war eine Leinwand angebracht und wir hatten alle die Hoffnung, dass wir wenigstens etwas vom Konzert mitbekommen konnten. Leider fingen die Chemical Brothers ihre laute Show auf der Blue Stage wenig später an und so war absolut nichts mehr aus dem Zelt zu hören.
Ganz große klasse. Sum41 war eine der Bands, die ich wirklich unbedingt sehen wollte, auf die ich mich gefreut habe und seitdem Blink182 wieder abgesagt hat, noch mehr.
Die wütende Menge machten die Hurricane Veranstalter dafür verantwortlich „wie kann man sich nur so verkalkulieren?! War doch klar, dass die JEDER sehen will?!“ aber wer sich vorher ein wenig informiert hätte, hätte gewusst, dass die Band unbedingt im Zelt spielen wollte und auch nur mit der Bedingung dort spielen zu dürfen, zugesagt haben.

 beste Anschaffung meines Lebens

Enttäuscht und deprimiert ging es wieder zurück zum Zeltplatz und ins Bett. Immerhin hatten wir keine 3 Stunden gewartet wie andere.

Donnerstag, 23. Juni 2011

...und danach [Hurricane Rückblick 1]

Die Vorfreude war riesengroß. Ich hatte eine Woche Pfingstferien und konnte diese freien Tage nutzen um einkaufen zu gehen, zu packen und um ganz viel Musik zu hören um mich für das Hurricane einzustimmen. Die Pudel waren gekauft, Getränke bereits verstaut und einen genauen Plan gab es auch schon. Da meine Mutter sowieso Richtung Bremen wollte und die Freunde, die mich im Auto mitnahmen auch aus der Richtung kommen, konnte ich bei einem zentralen Burger King abgesetzt werden. Das Wetter war in Ordnung. Es war schwül, aber geregnet hatte es noch nicht.
Alle waren pünktlich am Abfahrtsort, es gab noch ein Eis und dann ging es los.
Im Auto wurden Bands gehört, die wir in ein paar Tagen sehen sollten, das Wegbier war immernoch kalt und die Pudel konnten etwas von der großen, weiten Welt sehen.

 Le Potter ist wahnsinnig ungeschickt und tollpatschig und hat sich bereits auf der Hinfahrt beide Beine gebrochen. Daher auch das Pflaster.


 Peter Pan hat die Lastwagenfahrer angewiehert, die nicht aufhören konnten ihn anzustarren

Auf dem Weg nach Scheeßel gab es massig Baustellen, überall waren Hurricanianer, die sich bereits auf das Festival einstimmten. Uns konnte selbst der längste Stau noch nicht aus der Ruhe bringen, schließlich waren wir ja früh genug losgefahren und die Schlange vor dem Bändchenzelt war sicherlich wieder unendlich lang.
Die erste SMS von den anderen kam gegen 13Uhr „wir sind jetzt vor dem Bändchen-Zelt, wo seid ihr?“ „Gerade auf die Autobahn raufgefahren“.
Gegen 14.30Uhr waren auch wir endlich in Scheeßel und stießen dies mit dem nächsten Bier an. Die Bändchenzelte waren eh noch nicht geöffnet. Nochmal Kontrollanruf bei den anderen „ja...wir sind jetzt auch da. Okay. Wir melden uns, wenn wir auf dem Zeltplatz sind“. Diese waren nämlich bei dem Bändchenzelt auf der gegenüberliegenden Seite, wo wir ohne Bändchen nicht hinkamen.



Wir sahen unseren Autonachbarn dabei zu wie sie sich Bärte aufklebten und Kostüme anlegten und beschlossen dann auch mal irgendwann Richtung Bändchenzelt zu gehen. Die Schlange war zwar immernoch gewaltig, aber immerhin war es nun geöffnet. Knapp eine Stunde standen wir an, was aber nichts gegen den 3 Stunden ist, die unsere Freunde auf der anderen Seite warteten.
Danach ging es zum Campingplatzeinlass, wo wir aber innerhalb von 15min. durchhuschten, weil wir uns schlauerweise auf der anderen Seite anstellten.
Ein nächster Anruf bei unseren Freunden...keiner ging ran. Andere Nummer. Auch niemand. Nochmal. Nichts.
Der Himmel sah inzwischen gefährlich schwarz aus und wir beschlossen schonmal auf den Platz zu gehen. Nun roch es auch schon nach Regen und wir beschlossen irgendwo unsere Zelte aufzuschlagen, damit unsere Sachen nicht nass wurden.
Um die 50mal versuche ich die anderen zu erreichen, aber nichts. Inzwischen glich der Regen einem Monsun und wir hockten zu viert in einem kleinen, undichten Zelt und hofften, dass es aufhörte.

Mittlerweile trudelten nur noch SMS mit dem Inhalt „verpasster Anruf von +4917...“ an. Es gewitterte inzwischen auch schon ordentlich und alle vermuteten, dass die Handynetze zusammengebrochen sind, weil irgendwo ein Blitz eingeschlagen ist. Überall hörte man nur verzweifelte Leute, die immer wieder „ich erreich die nicht. Das Netz ist tot!“ riefen.
Irgendwann erreichte mich der Anruf von einer Freundin „wir stehen immernoch vorm Bändchenzelt!“ „Wir haben unsere Zelte gerade aufgebaut, weils angefangen hat, zu regnen!“ „waaaaas? Okay...ich ruf später wieder an!“ und aufgelegt.
Das ganze ging 3 Stunden lang so weiter, bis man irgendwann wieder SMS verschicken und empfangen konnte. Um 20Uhr konnten wir die anderen endlich treffen und beschlossen unsere 2 aufgebauten Zelte mitzunehmen und unsere gesamten Sachen vom einen Lager ins andere zu schleppen.
Um 21.30Uhr waren wir endlich „angekommen“, konnten unsere Stühle aufbauen und endlich etwas essen. Das letzte war das Burger King Eis, was sich bei uns im Magen befand.

Natürlich waren wir 4 völlig fertig. Der Rest im Lager (ca. 30 Leute) war bereits betrunken und hatte ihren Spaß. Als wir die Luftmatratzen ausgepackt hatten und uns fertig eingerichtet haben, war es 23Uhr. Zeit zu den anderen unters Pavillon zu gehen, um hallo zu sagen. Von den ganzen Leuten kannte ich vielleicht 6, umso verwunderter war ich, dass ich immer wieder mit „ich kenn dich! Wir waren zusammen bei …“ „Du bist doch Cat...“ „Bist du nicht die aus...?“ „Bist du nicht die mit den...?“ begrüßt wurde.

Vollkommen fertig bin ich gegen 0.30Uhr ins Zelt gefallen, habe noch mitbekommen, wie irgendeiner aus dem Camp in ein anderes Zelt gepinkelt hat „ich hasse dich! Wie kannst du nur? Ich will dich nie wieder sehen! Verpiss dich hier!“ und bin mit Bright Eyes im Ohr eingeschlafen.

So einen schlechten Start hatten wir wirklich noch nie.

Montag, 20. Juni 2011

Hurricane Brainstorming

Donnerstag:
Vorfreude. Peter Pan der pinke Party Pudel. Vollbeladenes Auto. Stau. Wegbier. Warten. Warten. Warten. Babyblaues Bändchen. Regen. Gummistiefel. Zelt aufbauen. Handynetzzusammenbruch. Auto abladen. Zelt abbauen weil Umzug in ein anderes Camp. Regen. Schlechte Laune. Pudel.

Freitag:
Pudelwalk. Zu viele nackte Menschen. "Bist du nicht die legendäre Cat?". oO. Sangria. Viel Sangria. Bier. Sangriastrohhalm. Gummistiefel. Balkenbrille. Portugal The Man. Bier. Sangria. Jimmy Eat World. Sangria. Portishead. Arcade Fire. Entsetzen. Enttäuschung. Sum41 nicht gesehen. Kack rotes Dreckszelt.

Samstag:
Blumen gießen. Pudel waschen. Anderen Hund getroffen. Halb Käse halb Labrador. Bier. Sangria. Wakey Wakey. British Sea Power.  Australier. Verspätung. Friendly Fire. Sitzen. Two Door Cinema Club. Schock wegen Schlange am roten Zelt. Anstehen. Kasabian verpassen. I Am Kloot sehen und doof finden. Bright Eyes. Vorfreude. Bright Eyes. Vorfreude. Bright Eyes. Vierte Reihe. Conor Oberst. <3. Grünes Cape. Lover I Don't Have To Love. Gänsehaut. Poison Oak. Noch mehr Gänsehaut. Euphorie.

Sonntag:
Frühstück. Bier. Regen. Regen. Regen. Blood Red Shoes. Regencape. Zum roten Zelt wandern. Menschenmasse. Darwin Deez verpassen, weil Zelt überfüllt. Auf Leinwand geniales Konzert schauen. Traurig Darwin Deez verpasst zu haben.
Sangria. Regen. Zerstörte Pavillons. Band Of Horses. The Wombats. Let's Dance To Joy Division. The Hives. Howlin zwingt uns zum sitzen. Schmerzen. Große Schmerzen. Arctic Monkeys. Champignons. Sangria. Foo Fighters. Auf der Tribüne sitzen und "schön" denken.
Hurricane Ende.
Packen. Pudel retten. Sachen durch Schlamm ziehen. Einpackprobleme. Im Stau stehen. Gummistiefel von den Füßen reißen. Große Schmerzen. Einschlafen. Um 5Uhr ins Bett fallen.


Leute ich bin kaputt. Zu mehr reicht es nicht. Berichte folgen später. Muss mich um meinen geschundenen Körper kümmern und versuchen meine Hände wieder sauber zu bekommen. Bright Eyes hören und mich freuen, dass ich wieder ein Bett habe. Aber im großen und ganzen war es doch toll. Obwohl wir alle regelmäßig vom schlechten Wetter und dem dummen roten Zelt genervt waren.

Donnerstag, 16. Juni 2011

sie bekommt die ganze Aufmerksamkeit [Festival Countdown 7]

Inzwischen befinde ich mich schon auf dem Campinggelände und mache wahrscheinlich gerade peinliche Sachen oder spiele Ring of Fire.
Aber da das Festival offiziell ja noch nicht gestartet ist, kommt der letzte Countdown. Eigentlich hatte ich gehofft, dass ein Teil noch ankommt, aber bis jetzt ist es leider nicht passiert. Werde morgen noch den Postboten abwarten und dann losdüsen.

Viele nehmen Festivals als Anlass richtig aufzufallen, mal richtig auf die Kacke zu hauen und Sachen zu tragen, die man zu Hause lieber im Schrank lässt. Und ja, ich gehöre da auch zu. Alles andere ist langweilig. Fertig aus.
Ich habe in den letzten Jahren schon wirklich viel gesehen. Einige haben Holzplanken mitgenommen und sich eine ganze Burg gezimmert, andere hatten einen liebevoll verzierten Thron und wiederum andere hatten eine Ladung T-Shirts, die mit "Sekte" bedruckt wurden, hatten eigene Logos (eine Penis-Rakete xD), ein Sekten-Oberhaupt (er war sogar Papst und hatte Glitzersteine auf seiner weißen Robe) und eben alles, was dazu gehört. Eine Freundin und ich erwiesen uns sogar als würdig in die Sekte einzutreten. Doch kurz vor der Zeremonie brach sich der Papst das Handgelenk und das war es leider mit unserer Sekten-Karriere...tja, schade.

Einmal hatten wir uns einen Briefkasten gebaut, der aber leider nur mit Flyern von irgendwelchen Bands zugemüllt wurde (selbst auf Festivals ist man nicht vor Werbung sicher!), dabei hatten wir extra ein Straßenschild gebaut und an unser Zelt eine Hausnummer geklebt. pf

In den letzten Jahren ist einiges zusammen gekommen, was wir immer wieder auf Festivals mitschleppen. Am einfachsten sind witzige Sonnenbrille, am besten welche, die sonst keiner hat oder irgendwas praktisches.
 Ja, ich mag Sonnenbrillen. Die meisten sind von Primark und für 1,50€ ins Körbchen gewandert. Kann ja nicht schaden, außerdem ist es nicht tragisch, wenn man sie kaputt macht oder verliert, was sicherlich passieren wird. Daher sind das so viele. Wobei ich traurig wäre, wenn die tolle Apfelsonnenbrille weg wäre.


 Wer meinen Blog schon vor einem Jahr verfolgt hat, wird diese "Sonnenbrille" kennen. Es ist ein Zensierbalken, den man sich wie eine Brille aufsetzen kann. Nur eine Freundin hat diesen Balken noch. Sonst haben wir damit niemanden gesehen und ja, es gab viele Kommentare dazu. Diese reichten von "ooh Lady Gaga", über "darf ich ein Foto von dir machen?" bis hin zu "das ist die geilste Sonnenbrille, die ich je gesehen habe!" Meistens wollten sich die Leute, die Brille selbst aufsetzen um sich damit fotografieren zu lassen. 


 hach sind sie nicht putzig? Pikachu Ohrringe. Und guckt Pikachu nicht absolut niedlich? 


 natürlich habe ich auch Bananenohrringe. Natürlich


Und dieses Jahr neu: Peter Pan der pinke Party Pudel aka Petitcrü (der Glitzerhund aus Tristan)
Eine Gießkanne, wo wir unseren Sangria reinfüllen oder alternativ als Tasche tragen. Er hält sich für ein "My Little Pony", daher der Glitzerstein an der Seite. Überhaupt ist Peter Pan der pinke Party Pudel sehr eitel, spricht fließend französisch, aber kein Englisch und hat Angst vor Elefanten (wer hat das nicht?!). Er mag es nicht, wenn Leute fluchen und schreit "buh", wenn jemand rülpst. 
Und er trägt einen Bart:


Peter Pan, der pinke Party Pudel hat außerdem einen Gefährten.
Le Potter:


Peter Pan, der pinke Party Pudel steht auf Le Potter. Aber das darf eigentlich keiner wissen. Also psst. 
Le Potter wird auf Reisen schnell schlecht, kotzt danach die Reisetasche voll und legt sich anschließend auf den Boden und spielt toter Pudel (damit er es nicht selbst wegwischen muss). Außerdem ist Le Potter furchtbar intelligent und ein Mathegenie. 


Und wie siehts bei euch aus?
Lacht ihr Leute in bsw. Kostümen aus oder findet ihr das toll?
Nehmt ihr sowas auch mit oder findet ihr das doof?

Mittwoch, 15. Juni 2011

was zieh ich bloß an? [Festival Countdown 6]

Eine schwierige Frage. Nimmt man zuviel mit, ist das Gepäck zu schwer. Hat man zu wenig dabei, dann könnte man womöglich frieren und hat ja auch gar keine Wahlmöglichkeiten. Meine Tasche ist noch nicht ganz fertig gepackt, aber das Gröbste und wichtigste, ist bereits drin:

 T-Shirts! My Little Pony, I <3 Mooloolaba, Mr Gaylord (ein französischer Pinguin mit Bart!) und mein Big Bang Theory Shirt




 2 schwarze Jeans, falls es wärmer wird mein Flamingo Kleid, 2 Jeanshemden, schwarzer Schlauchschal und eine Mütze


 grauer, warmer Kapuzenpulli; blaue Jacke und Regenjacke in einer praktischen Tasche für die Festivaltasche


 Chucks, Gummistiefel, Plimsoles und Flip Flops für die Dusche

Da es kalt werden soll, kommen noch 2 Cardigans,  Tops zum drunterziehen, Leggings und Strumpfhose für den abend mit. Genügend Socken und natürlich auch Unterwäsche. Wichtig sind auch dickere Schlafsachen (Leggings, darüber ne dickere Gammelhose, Top, T-Shirt und Pullover,...so mein Plan) und Handtücher (gehört zwar nicht zu den Klamotten, aber fatal, wenn sie vergessen werden).

Habe ich was vergessen?
Was nehmt ihr mit?
Lieber zu viel oder doch eher weniger?
 

Dienstag, 14. Juni 2011

und was isst man da so? [Festival Countdown 5]

Das fragt meine Mutter jedes Jahr und gestern kam ebenfalls die Frage auf, ob ich nicht mal meine Verpflegung zeigen könnte. Und das kann ich, weil ich eben einkaufen war um die letzten Reste zu kaufen.


Das liegt bereits im Auto. Ich war Samstag mit meiner Mutter einkaufen, die dachte, dass mind. die Hälfte für einige riesige Sangria Bowle an meinem Geburtstag sei. Als ich meinte, dass ich mind. 7 davon mit zum Hurricane mitnehmen will, kam erstauntes "du alleine? Was? Du alleine? An 4 Tagen? DU ALLEINE? *hysterisches Lachen* Du Alkoholiker!" Ich werde eh nicht alles schaffen, weil ich spätestens am dritten Tag beim bloßen Anblick an das eklige, rote Zeug kotzen werde. Das Bier, was danach in den Einkaufswagen wanderte, hat sie gar nicht erst kommentiert, vielleicht auch nicht gesehen, weil ichs heimlich reingeschmuggelt hatte. Es sind nur 12 und es ist nur Alster, normalerweise ist es doppelt so viel, aber ich habe keine Lust so viel zu tragen und warmes Bier schmeckt eh nicht. Dann vielleicht hin und wieder zum Festival Supermarkt gehen und für etwas mehr Geld kaltes Bier kaufen.

Ich und auch die anderen im Camp, gehören irgendwie nicht zu den Leuten, die sich morgens Frühstück kaufen oder ständig zu den Buden wandern (höchstens abends, wenn das Konzert grad fad ist). Wir haben zwar einen 1mal Grill, aber ich beschränk mich lieber auf Sachen, die man mit heißem Wasser "kochen" kann. Müsliriegel und Mini-Salamis sind für zwischendurch bzw. zum reinpacken in die Festivaltasche. Die Vitamin Brausetabletten kommen morgens zum Einsatz, wenn man verkatert aufwacht und noch nicht zum Bier greifen  möchte (mit Bier fangen wir meist um 9 oder 10Uhr an. Sangria ab 12Uhr und das harte Zeug gegen 15Uhr. So zumindest mein Plan xD). Achja...in den Cola Flaschen befindet sich Cola-Rum und im Orangen-Nektar schwimmt zusätzlich Amaretto und Grenadine Sirup (ja *hust* ich bin ein Alki), aber ich brauch ja auch mal was "leckeres" zum trinken nach all dem Sangria. Achja und Kaugummis. Kaugummis sind ganz wichtig. Sonst kotz ich xD Meine Freunde wissen bereits Bescheid, dass sie nicht mit mir reden dürfen, wenn ich ruhig in einer Ecke sitze, wild mit den Armen fuchtel und schrei "Neeein! Ich muss mich konzentrieren" und aus der Tasche ein Kaugummi rauskrame. Ja, klappt immer.
Dazu kommt noch Obst, der am Tag der Abreise im Haus rumfliegt. 
Und ja...erfahrungsgemäß wandert die Hälfte wieder mit nach Hause, aber besser zu viel als zu wenig.

Wie siehts bei euch aus, wenn ihr zu einem Festival fahrt?
Was nehmt ihr mit? Nehmt ihr das gleiche mit? Was würdet ihr noch mitnehmen?
Kocht ihr vorher und füllt es anschließend in Tupperdosen, um auch auf dem Festival nicht auf gesundes Essen verzichten zu müssen?

Montag, 13. Juni 2011

meine Timetable [Festival Countdown 4]

Ende des letzten Jahres wurden die ersten Bands bekannt gegeben. Ich weiß nicht mehr welche Kracher dabei waren, aber ich weiß noch, dass ziemlich früh Blink182 für dieses Jahr zugesagt hatte und die Freude bei mir war riesengroß. Schließlich war Blink182 meiner allererste allerliebste Lieblingsband. Das musste ich sehen! Das durfte ich nicht verpassen! Auch die nachfolgenden Bands waren nicht schlecht und der unbekannte Rest klang ebenfalls recht gut. Schnell hat man sich Bands rausgepickt, die man UNBEDINGT gucken muss und dann kommt die Timetable...und versaut alles.
Die 2 Bands, die man vor allen anderen stellt, spielen auf einmal gleichzeitig und überhaupt sind alle guten Bands innerhalb von 4 Stunden und der Rest des Tages ist frei. Was soll das? Achja...dazu kommt, dass Blink182 doch wieder abgesagt hat und durch Incubus ersetzt wird. Incubus...wer will schon Incubus sehen?
Hier nun meine Timetable mit ein paar Lücken am Freitag (irgendwelche Empfehlungen? Hatte mich zwar überall reingehört, aber wenn mir  was von Anfang an nicht zusagt, vergess ich es recht schnell wieder, vllt. ja zu unrecht?).


Freitag
21:10 Uhr Jimmy Eat World (Blue Stage)
23:25 Uhr Arcade Fire (Green Stage)
01:00 Uhr Sum 41 (Red Stage)


Samstag
16:00 Uhr British Sea Power (Blue Stage)
19:30 Uhr I Blame Coco (Red Stage)
20.45 Uhr Two Door Cinema Club (Blue Stage)
21:15 Uhr My Chemical Romance (Green Stage) (nur wenn ich betrunken bin!)
22:30 Uhr Kasabian (Blue Stage)
01:00 Uhr Bright Eyes (Red Stage)


Sonntag
13:30 Uhr Blood Red Shoes (Green Stage)
14:15 Uhr Darwin Deez (Red Stage)
18:15 Uhr The Wombats (Blue Stage)
18:45 Uhr The Hives (Green Stage)
20:15 Uhr Arctic Monkeys (Green Stage)
22:00 Uhr Foo Fighters (Green Stage) oder
22:00 Uhr Klaxons (Red Stage)


Es gibt ein paar Überschneidungen, wo ich dann nach dem Ende des einen Konzerts zum anderen rennen muss, um zumindest noch den Rest mitzubekommen. Und dann gibt es auch Bands, die ich nicht unbedingt sehen möchte, was dann darin enden wird, dass wir noch ein Stündchen auf dem Campingplatz bleiben, weils grad so gemütlich ist. Und dann noch die große Frage, ob ich lieber zu den Foo Fighters oder zu Klaxons will.

Eins habe ich mir dieses Jahr aber vorgenommen: wieder weiter nach vorne zu gehen. Sich eine Band von hinten anzugucken, mag am Anfang zwar entspannender scheinen, ist aber doch recht langweilig. Vor allem wenn man jedes Lied mitsingen kann und sich eigentlich die ganze Zeit wünscht vorne mitfeiern zu können.

Was würdet ihr euch noch angucken?
Würdet ihr diese Bands auch angucken?
Und an die Hurricane Gänger: Was guckt ihr euch dieses Jahr an?

Sonntag, 12. Juni 2011

Was machst du da? Ich schmink mich! Auf nem Festival? Geh weg! [Festival Countdown 3]

Viele Mädels verzichten auf einem Festival ja komplett auf Make-Up. Ich nicht. Meine Freundinnen, die mitkommen, auch nicht. Wieso auch?! Morgens was raufklatschen dauert nur 10min. Das kann man vor dem ersten Bier machen. Genug Licht gibt es ja. 
Aber natürlich beschränken wir uns. Die anderen eh immer. Aber ich auch. Ich habe weder den Platz, noch die ruhige Hand oder die Muse mich aufwendig zu schminken. Ich brauche keine Lidschattenpalette, einen Liquideyeliner oder 1000 Lippenstifte sondern nur das, was in diese kleine Tasche reingeht:


Die Tasche gab es damals von DM umsonst und ist nicht größer als eine kleine Federmappe. Wundert mich daher, dass ich so viel reinbekomme:
- Alverde Kompakt Make-Up + Manhattan Compact Powder (wenn schon der Lippenstift verwischt, sollte wenigstens das Make-Up sitzen)
- Concealer, wollte da eigentlich nach dem von Artdeco greifen, habe aber den doofen Concealer von Catrice erwischt...waah...ich hasse ihn. Nach 5mal Benutzung schon fast leer, trocknet immer ein und krümelt
- Lidschattenbase, totaler Luxusartikel, aber ich brauche eine Base unterm Lidschatten. Ohne gehts einfach nicht
- Lidschatten. Wenn ich schon ne Base mitnehme... Genau eine Farbe, die immer geht. "Harmonizing Brown" aus der Into Lace von P2
- Mascara. Ich habe zu irgendeinem gegriffen, der richtig voluminöse Wimpern macht und da ist der beste nunmal der von L'Oréal.
- Kajal und Eyelinerpinsel ... ja, wo ist der Eyeliner? In meinem Zimmer in Bonn -.- Ich wollte Cremeeyeliner mitnehmen, weil ich damit am besten zurecht komme und keine wirklich ruhige Hand für brauche, aber er ist nicht hier. Muss mich jetzt nach einem Ersatz umsuchen. Ohne den gehts nicht.
- Rouge. Unglücklicherweise habe ich da zu einem Powder Rouge gegriffen, was etwas ungeschickt war. Wenn er dauernd im Zelt oder in meiner Tasche rumfliegt, fällt immer etwas raus. Aber in den nächsten Tagen sollte noch Rouge  in gepresster Form bei mir ankommen. 
- Lidschatten- und Rougepinsel. Ohne kommt es nicht aufs Gesicht. War also notwendig.
- Augenbrauenset. Ich geh doch nicht ohne Augenbrauen los! - würde meine Mitbewohnerin sagen, ich habe auch so Augenbrauen, aber eben nicht so schöne.
- Carmex

Und wenn das Wetter keine 30°C werden soll, kommen auch ein paar Lippenstifte mit, die dann durch meine Tasche fliegen werden:


Chaos und Circe von NYX und irgendein knallroter von Manhattan. Wenns zu warm wird, dürfen sie nicht mit, weil sie sonst sterben würden.

Tjoa...irgendwie kommt mir das jetzt doch recht viel vor, aber ich habe mich wirklich beschränkt, sitze nun in meinem Zimmer und wünsche mir all die Auswahl, die ich in Bonn habe. Vielleicht kommt noch ein Nagellack hinzu. Das wird dann aber auch nur die Farbe sein, die ich aktuell draufhabe, damit ich nachbessern kann.

Die anderen beschränken sich auf Puder, Kajal und Mascara. Aber die haben ja auch nicht so viel Auswahl wie ich und wissen nicht mal was eine Lidschattenbase ist. Also darf ich das!

Wie siehts bei euch aus?
Was nehmt ihr zu einem Festival mit?
Weniger? Mehr? Gar nichts (glaube ich euch eh nicht!)?


Samstag, 11. Juni 2011

das richtige Schuhwerk [Festival Countdown 2]

Vorhin haben meine Freunde und ich das Wetter auf diversen Online-Wetterdiensten gecheckt. Normalerweise wird der Seite geglaubt, die das schönste Wetter vorhersagt, aber jede einzelne meint, dass es Regen gibt. 
Und wenn es regnet, wird der Boden matschig und meine Schuhe schmutzig, nass und eklig. Also muss eine Lösung her. Ja, Mülltüten um seine eigentlichen Schuhe binden, wäre eine Möglichkeit, habe ich auch schon oft gesehen, ist aber doch eher unpraktisch und erinnert an Krankenhaus. Besser sind dagegen die guten alten Gummistiefel.
Aber graue, gelbe oder rote sind mir zu langweilig. Ich wollte was auffällig. Was richtig tolles. Und dann kam der CapelliShop, wo ich meine Traumstiefel entdeckte und bestellte.








Dazu habe ich mir noch Gummistiefelsocken in schwarz bestellt, weil ich mir bei der Größe nicht ganz sicher war. Normalerweise trage ich 39 (in Chucks 38) und selten 40 (nur wenn die Schuhe besonders klein ausfallen). Diese dicken Fleecesocken sollten nicht nur vor möglichen Regen schützen, der in die Stiefel reintropfen könnte, sondern kann einen auch davor bewahren zu große Schuhe an den Füßen zu haben. Sie reichen bis zu den Knien, wenn man sie nicht umklappt. Wenn ich nur Socken in den Stiefeln trage, ist vorne noch ein relativ großer Abstand bis zum Schuhende, am Fuß selbst sitzen sie relativ nah und man muss nicht befürchten, dass man aus dem Schuh rutscht, wenn man bsw. im Schlamm stecken bleibt. Erinnere mich gerade an eine Wattwanderung in der Grundschuhe (ja, ich bin ein Nordseekind), wo die Kinder regelmäßig ins Watt fielen, weil sie aus ihren Schuhen gerutscht sind als sie den Stiefel aus den Schlamm ziehen wollten.
Würde hier nicht passieren, ich muss schon sehr an ihnen zerren, um wieder rauszukommen, vor allem mit den Gummistiefelsocken dazu.
Kurz gesagt: ich hätte doch 39 nehmen sollen. Sie passen mit den Gummistiefelsocken zwar sehr gut, aber ohne ist einfach zu viel Platz drin. Ich halte auch nichts von der "eine Daumenbreite Abstand vom großen Zeh zum Schuh ist perfekt"-Regel. Bei mir müssen die Schuhe richtig fest sitzen.

Trotzdem kann ich gut mit ihnen laufen (beschränkt sich aber auch nur auf insgesamt 20min. tragen im Haus) und die Sohle hat ein recht gutes und tiefes Profil, so dass ich endlich durch den Matsch stampfen kann und nicht auf ihm herumschlitter. Mehr kann ich euch gerne nach dem Hurricane Test erzählen.

Ich hatte die Schuhe übrigens am Mittwoch bestellt und wurde per Mail immer darüber informiert wie weit der Status nun sei. Am Donnerstag waren sie versandfertig und wurden kurze Zeit später auch losgeschickt. Freitagmorgen hatte ich sie bereits bei mir. Also wirklich unfassbar schnell. Meine Sorge, dass sie mich nicht mehr rechtzeitig erreichen würden, war also vollkommen unbegründet.
Der Versand ist ab 20€ kostenlos, für diesen wahnsinnigen schnellen Versand muss man also nicht mal zusätzlich bezahlen.

Achja, wenn die Schuhe erstmal bei euch sind, solltet ihr sie vielleicht nicht mit in euer Zimmer nehmen, denn sie stinken schon sehr stark nach Gummi. 

Ich werde jetzt weiterhin davon träumen, wie ich mit den Stiefeln selbstbewusst durch tiefe Pfützen wander und nicht kreischend außen herumtippsel,während ihr (oder zumindest einige, ich weiß das!) euch auf den Weg zum Capelli Shop macht, wo ihr die Stiefel kaufen könnt.


Freitag, 10. Juni 2011

2 Dinge, die nicht in eurer Tasche fehlen dürfen [Festival Countdown 1]

In einer Woche geht das Hurricane los! Ich bin seit gestern wieder im hohen Norden und befinde mich in meinem absolut chaotischen Kinderzimmer, okay...eher Jugendzimmer, wo an allen Ecken irgendwelche Sachen fürs Hurricane bereit stehen. Auf dem Boden stehen meine Gummistiefel (Bericht folgt!) und Pudelgießkannen, an der Pinnwand meine Eintrittskarte und auf dem Schreibtisch falsche Bärte (ja).
Für die letzte, Final Countdown, Woche habe ich mir eine kleine Themenreihe überlegt und stelle euch Sachen vor, die man auf einem Festival gebrauchen könnte, oder eben nicht, zeige euch (natürlich) meine gepackte Kosmetiktasche  (fällt erstaunlich klein aus!), mein sonstiges Gepäck und was mir oder euch sonst noch so einfällt.

Heute fange ich mit zwei wirklich nützlichen Dingen an, die in keiner perfekt gepackten Tasche fehlen darf.
Denn wer kennt es nicht: man trinkt genüßlich aus einer Bierbong, schlürft seinen Sangria aus dem Tetrapak oder wird dabei gestört während man seine Bratwurst isst und schon hat man sich vollgekleckert. Ein verräterischer Fleck prangt auf dem weißen T-Shirt. Leute zeigen mit Finger auf einen (weil man so eine witzige Brille trägt...eigentlich) und man kommt sich vor wie der letzte Vollidiot, weil man des Essens und Trinkes nicht mächtig ist.
Tja...was tun? T-Shirt ausziehen und umziehen? Ja...wenn da nicht die ewig lange Strecke wäre, die man zu seinem Zelt zurücklegen muss und wenn da nicht gleich die Band spielen würde, die man schon immer mal sehen wollte.
Ignorieren? Klar...wenn der Fleck nicht durch Senf entstanden wäre und langsam nach etwas Erbrochenem aussieht. Fleck ausschneiden und so tun als ob es gewollt ist? Wäre sicherlich auch ne Lösung, aber find mal ne Person mit Schere auf dem Festivalgelände.

Das einzig sinnvolle ist gleichzeitig auch die optimale Lösung: Das Kotztierchen!
Das was? Kotztierchen. Kleine, putzige Anstecker, die man einfach neben den Fleck befestigt und ihm die Schuld in die Schuhe schiebt. Nicht man selbst hat gekleckert, sondern dem Kotztierchen wurde schlecht und musste sich leider auf das T-Shirt übergeben. Jetzt kann jeder dumme Blick mit einem "Das war ich nicht! Das war das Kotztierchen" gekontert werden und die Welt ist wieder in Ordnung.



 
Ein weiteres, recht bekanntes, Szenario ist folgendes. Ihr versteht euch super mit euren Zeltnachbarn, mögt sie gerne und dürft unter ihrem Pavillon sitzen, wenn es regnet. Ihr spielt Flunky Ball und trefft euch vielleicht sogar auf dem Festivalgelände. Irgendwann erzählt einer von ihnen, dass jemand in der Gruppe Geburtstag hat. Sofort kommt Freude auf, denn da kann doppelt so viel gefeiert werden, gleichzeitig herrscht aber auch betretenes Schweigen...hätte man doch bloß irgendwas geburtstagmäßiges dabei. Gut, das konnte man nun nicht ahnen, dass man einem Geburtstagskind begegnet, aber man sollte ja für alle Eventualitäten gewappnet sein. Deswegen sollte man immer eine Packung 5-Minuten-Kerzen dabei haben. Und schon wieder ein "hä?". Unfassbar, was ihr alles nicht kennt!
5-Minuten-Kerzen kommen in einer flachen Pappschachtel daher, die sehr gut dazu geeignet ist, für lange Zeit in der Seitentasche einer Tasche zu wohnen. Enthalten sind Streichhölzer und Kerzen, die ebenfalls wie Streichhölzer aufgebaut sind. Diese brennen genau 5min.

Habt ihr diese beiden Produkte in eurer Tasche, könnt ihr erstmal aufatmen. Viel mehr braucht ihr dann auch schon gar nicht mehr. 

Beide Produkte wurden mir übrigens freundlicherweise kostenlos von spuersinn24 - Der Designshop für schöne Lebensräume zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 25. Juli 2010

Ich beende Sätze gerne mit 3 Kläusen

Klaus Klaus Klaus
(unwitzig. Aber wir haben 30min. über diese Gruppe gelacht)

Hach...jetzt bin ich auch endlich ausgeschlafen, habe Hook verpasst und kann euch von einem tollen Wochenende berichten.
Und zwar war ich seit Freitag auf dem Apfelbaum. Einem kleinen, putzigen Festival wo ich schon seit 4 oder 5 Jahren hingehe. Nicht, weil mich die Bands immer so ansprechen, tun sie zwar auch, aber trotzdem, sondern weil es mir dort einfach so gut gefällt und es so nah liegt (von mir aus nur 30km) und weil alle hingehen.
Freitag wurde ich mit dem Auto abgeholt und innerhalb von 40min. waren wir auch schon auf dem Zeltplatz, weil da wartet man nicht im Stau. Das geht so.

Nach weiteren 2 Stunden standen die Zelte und es konnte losgehen.
Vorher wurde mir aber noch diese schöne Tasche gegen den Kopf geschmissen, die eine Freundin mir mitgebracht hat, weil ich kein Bock hatte die 30min. nach Bremen rauszufahren und sie eh bei Primark arbeitet.
12€ Primark. Groß und geräumig und toll. Wurde auch gleich mal eingesetzt, als wir zu einer Bekannten gefahren sind, wo wir duschen konnten. Auch wenns n Festival war, komm ich ohne Dusche nicht klar. Vielleicht mal, wenn meine Haare nach weniger als einem Tag nachfetten würden.
Ja...wie sieht das aus, wenn man mit dem Eclipse "Lunch at Cullens" Gloss Green Lemon trinkt...genau so.
Mein Rum ist leer, der Sangria nicht und Bier ist immernoch über, aber das überlass ich den anderen.



Als ich das Foto auf dem Dixi gemacht habe, dachte ich nur "OH Gott. Hoffentlich geht die Tür nicht auf und alle können sehen, wie ich hier Fotos mache." haha


 mein Apfel "Tattoo" haha


Friska Viljor. Die einzige Band, die ich vorher kannte und bewusst gucken wollte. 


Am Vortag wurden nur "We were promised Jetpacks" gesehen und sonst alles verpasst. An den Dixis wurden wir noch von "Go Back To The Zoo" abgefangen, die unsere Luftpumpe haben wollte (wir hatten keine) und uns danach sogar heimlich zu unserem Platz zu folgten, um doch noch eine zu bekommen. Wir waren grad am lästern...keiner kannte sie und inzwischen bereue ich es, dass ich sie nicht gesehen hab, weil die echt gut sind. naja...
Auf dem Zeltplatz zu sitzen und zu saufen, hat irgendwie mehr Spaß gemacht.
Nachdem ich gestern morgen den wohl schlimmsten Kater meines Lebens hatte ("Hast du gekotzt Cat?" "Nee...aber 4mal fast" ... "WAS?? 4mal FAST?" ... "war eklig") gings mir heute morgen erstaunlich gut und wir kamen auch recht schnell wieder nach Hause.

Ich habe ein Krokodil gestreichelt (war kratzig ... und ja...war nur n Typ, der n Krokodilkostüm getragen hat), Stühle wurden zerstört, auf Autos gesprungen, Teufelsfratzen in Bäumen erkannt, Sternschnuppen gesehen, keine Äpfelbäume gepflückt, getanzt, gelacht und jede Menge Spaß gehabt.
Ich freu mich schon aufs nächste Jahr.


Die tollsten Ohrringe der Welt, die tollste Sonnenbrille der Welt, das tollste Portemoinee der Welt und das putzigste Festival der Welt.